Der Master-Studiengang
"Physik der Erde und Atmosphäre" startet im WS 11/12
in den 2. Jahrgang. Der Studiengang wurde zum Wintersemester 2009/10 akkreditiert und von
der Akkreditierungsagentur
ASIIN als
"stärker forschungsorientiert" eingestuft. Übergeordnetes
Ziel dieses Masterstudiengangs ist die Erlangung von
weitergehenden Kenntnissen und Fertigkeiten, die zur Ausübung des Berufs des Meteorologen
bzw. des Geophysikers befähigen.
Im Falle der
Meteorologie umfassen diese -
aufbauend auf dem Bachelorstudiengang - im weitesten Sinne die Fähigkeit zu einer
mathematisch-naturwissenschaftlichen Betrachtung, Analyse und Vorhersage von
Umweltveränderlichkeiten, die in oder mit der Atmosphäre einhergehen.
Im Falle der
Geophysik ist dies
im wesentlichen die Fähigkeit einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Betrachtung und
Analyse von physikalischen Vorgängen und Phänomenen im Innern des Erdkörpers
(z.B. Erdbeben) sowie bei der Ausrichtung Angewandte Geophysik die Fähigkeit, geophysikalische
Messverfahren zur Erkundung, Bewertung und Nutzung von Georessourcen (z.B. Lagerstätten,
Wasser) zu entwickeln und einzusetzen.
In der
Ausbildung müssen besonders die
Fähigkeit zur selbständigen Lösung stets wechselnder Probleme und zur flexiblen Reaktion auf
veränderte Herausforderungen und zur Innovation vermittelt werden. Das kann nur
erfolgreich geschehen, wenn einerseits umfangreiche, spezielle Kenntnisse über die vielfältigen
Phänomene im Erdkörper und seiner Lufthülle erworben werden, andererseits die Methoden
beherrscht werden, mit denen zukünftige Entwicklungen von Prozessen prognostiziert
werden können. Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit zur
Weiterentwicklung von
Methoden und Verfahren zur Beobachtung und, vor allem in der Meteorologie, zur
Prognose von
Wetter und Klima.
Zum erfolgreichen Abschluß mit dem Titel "Master in Physik der Erde und Atmosphäre" (M.Sc.)
sind
120 Leistungspunkte aus dem im
Studienverlaufsplan dargestellten Angebot zu erwerben.
Der aufgezeigten Inhalte des Studiengangs deuten schon darauf hin, dass dies ein Studiengang ist, der vom
Meteorologischen Institut und
vom
Bereich Geodynamik/Geophysik des Steinmann-Instituts
gemeinsam angeboten wird. Zusätzlich gibt es ein Kooperationsabkommen
mit dem
Institut für Geophysik und Meteorologie
der Universität zu Köln, das es
ermöglicht, die im Studienverlauf geforderten Spezialisierungsmodule auch in Köln
(
Studienverlaufsplan)
abzuleisten.
Ein in Bonn im Studiengang "Physik der Erde und Atmosphäre" eingeschriebener Student legt sich über
die Wahl der Pflichtfächerkombination met710/met810 oder met720/met820 auf den Schwerpunkt
Meteorologie oder Geophysik fest.
Zur eingehenden Spezialisierung muß er aus den Bonner Spezialisierungsmodulen met731-734 und
met831-834 bzw. aus den Kölner Modulen GeoMet2, 3, 5 und Wahl1-4
4 Module auswählen.
Dabei können ungeignete Kombinationen von der Leitung der Institute untersagt werden.
Der Masterstudiengang "Physik der Erde und Atmosphäre" führt die Studierenden an moderne Methoden
der Forschung heran. Zentrale Ziele sind neben der Vertiefung des meteorologischen
bzw. geophysikalischen Fachwissens die Befähigung zur wissenschaftlichen Tätigkeit durch
die Erweiterung der Schlüsselkompetenzen aus dem B.Sc. Studiengang und der Erwerb von
Expertise auf dem Gebiet der Informationstechnologie (IT) durch die Umsetzung mathematisch-
physikalischer Modelle in Algorithmen in
FORTRAN,
IDL®,
Matlab® und
R,
Datenbankanwendungen, Handhabung sehr großer Datenmengen und des Parallelcomputings.
Die im Masterstudiengang erworbenen Kenntnisse zielen auf die Qualifikation zu wissenschaftlicher
Tätigkeit und zu einer beruflichen Qualifikation mit selbständiger und leitender Funktion. Es
werden alle
Berufe offen stehen, die auch den Absolventen der alten Diplomstudiengängen offen
gestanden haben.
Die Inhalte und Prüfungsbedingungen der einzelnen Module sind dem
Modulhandbuch
zu entnehmen
(Handbuch aus Köln)
IDL
® und Matlab
® sind eingetragene Warenzeichen der Firmen Creaso und Mathworks