BBC Kampagne

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Diese Seite enthält einen bildhaften Bericht über die BBC Kampagne. Die ersten Ergebnisse können in unserer Datenbank eingesehen werden. Die BBC Kampagne ist eine gemeinsame Messkampagne von CLIWA-NET und dem 4D-Wolken Projekt, mit vielen einzelnen Beiträgen anderer Universtitäten und Forschungseinrichtungen. CLIWA-NET ist ein europäisches Projekt, in dem an Eigenschaften von Wasserwolken auf kontinentalen und regionalen Skalen gearbeitet wird. In zwei vorherigen CLIWA-NET Messkampgnen wurden Wolkeneigenschaften im Raum um die baltische See bestimmt. Das Projekt 4D-Wolken ist ein deutsches Projekt über dreidimensionale Wolkenstruturen und deren Einfluss auf solare und Wärme - Strahlungsflüsse.

Für mehr Hintergrund - Informationen über das 4D-Wolken Projekt als Teil der BBC Kampagne gibt es einen Pressebericht auf Deutsch. In englischer Sprache gibt es weitere wissenschaftliche Hintergrundinformationen auf der 4D-Wolken - Webseite.

Instrumente

Die meisten Bilder wurden im August, dem ersten Monat der BBC Kampagne, gemacht. Allerdings sind noch nicht alle Instrumente aufgebaut und die drei Flugzeuge werden erst im Septmeber fliegen. Alle Fotos mit einem roten Datum wurden von Wim Hovius, dem technischen Projektkoordiantor und Supervisor für Cabauw (KNMI), gemacht, die anderen Bilder stammen von den jeweiligen Instituten. (Wenn man die Bilder anklickt, werden sie in besserer Auflösung dargestellt.)

Das wohl markanteste Merkmal des Messplatzes in Cabauw ist der meteorologische Messmast mit einer Höhe von 213m, der 1972 für Grenzschichtstudien gebaut wurde. Auf diesem Bild kann man deutlich sehen, dass die flache parallele Approximation für Wolken nicht immer gilt.

Wenn man vom Messmast nach Westen schaut, sieht man den Fernerkundungsplatz (links auf dem Bild) und das RASS (auf der rechten Seite).

Dies ist ein genauerer Blick auf den Fernerkundungsplatz, wo alle Mikrowellenradiometer, Lidar- und Radargeräte nebeneinander stehen.

Der Fernerkundungsplatz vom Boden aus gesehen: links stehen die Radargeräte vom KNMI (8 mm), von der Univerität Delft (9 cm) und vom GKKS (2 mm), während sich rechts die Mikrowellenradiometer befinden.

Hier sieht man eine 3-dimensionale Windmessung mit einem Gerät der Universität Wageningen, (Niederlande).

Flugmessungen

Ein Ballon für Grenzschichtmesungen vom IMAU, Universität Utrecht, (Niederlande). Mit diesem Ballon kann die Temperatur und die Feuchte bis in eine Höhe von 1km bestimmt werden. humidity and temperature can be made up to 1 km. Es gibt noch einige weitere Ballonbilder. Im August wird ausserdem ein Ballon vom IfT, Leipzig, (Deutschland), in Cabauw sein, der Instrumente zur Bestimmung und Messung von Wolkentropfen tragen soll. Da sich diese Ballons im Gegensatz zu Flugzeugen vertikal durch die Atmosphäre bewegen, können sie auch deutlich besser vertikale Profile messen, die wesentlich geeigneter für die Validierung der Fernerkundungsmessgeräte sind..

Im August werden zusätzlich noch drei Flugzeuge am BBC Experiment teilnehmen. Dies ist einmal die "Merlin" von Meteo France, die Messung der mikrophysikalischen Wolkeneigenschaften wie die Tröpfchengröße und die Menge des Wolkenwassers durchführen kann.

Dieses Flugzeug hier ist eine Cessna von der Universität Berlin, die für Messungen für solare und Wärmestrahlung ausgerüstet ist. Das besondere an diesen Messungen ist, dass die Instrumentenplattform stabilisiert ist, so dass nur kleine Fehler in der Bestimmung der auf- und abwärts gerichteten Strahlungsflüsse gemacht werden. Zusätzlich zu diesen beiden Maschinen wird auch noch die Partenavia vom IfT, Leipzig, fliegen, die mit Instrumenten zur Bestimmung von Aerosolpartikeln und Strahlung ausgestattet ist.

Radiometer

In einem Teil des CLIWANET Projektes erstellen acht Radiometer Messungen. Dabei bleiben sie nur die ersten beiden Wochen im August in Cabauw und werden dann für den Rest der BBC Kampagne über die ganzen Niederlande verteilt. Nur das Radiometer MICCY bleibt in Cabauw. Das Bild zeigt das Radiometer der Chalmers Universität, Schweden. Die eigenartig wirkenden Klappen an beiden Seiten sind drehbare Spiegel um Scan - Messungen durchführen zu können. Von diesem interessant aussehenden Instrument gibt es noch ein paar mehr Bilder.

Dieses kleine Radiometer misst vertikale Temperaturprofile.

Diese beiden Instrumente, das 2mm Radar MIRACLE ( in der Mitte ) und das 22 Kanal Mikrowellenradiometer MICCY (links), wurden extra für die Untersuchung von Wolken entwickelt. Sie haben einen schmalen Messbereich und nehmen schnell genug Daten auf, um die hochvariablen Wolkeneigenschaften zu messen. Während der BBC Kampagne werden gleichzeitige Scan - Messungen durchgeführt, die die drei dimensionale Struktur der Wolken erfassen können.

Auf dem Bild rechts ist das Resultat eines Azimuthscans mit MICCY zu sehen, der in der Vorbereitungsphase erstellt wurde. Die Lininen stellen die Gesamtmenge des Wolkenwassers da, die in einer Säule in einer bestimmten Richtung enthalten ist. Die weisse Linie wurde dabei zwei Minuten vor der grünen Linie gemessen. In der lnken oberen Ecke ist eine neue Wolke zu sehen, die in den Messbereich kommt, während sich die Wolken im oberen Teil ein wenig durch den Wind bewegt haben.

Selbstverständlich haben Messinstrumente die Eigenschaft genau während wichtiger Messkampagnen auszufallen und dann muss eine schnelle Reparatur erfolgen. Das sind dann die Momente oder auch die Nächte, in denen man sich wünscht Cabauw läge näher an Bonn.

Der russische Beitrag zum europäischen CLIWANET Projekt. Es wäre doch wirklich amüsant, wenn gerade dieses einfache Mikrowellenradiometer im Vergleich mit den anderen Instrumenten die besten Ergebnisse liefern würde.

Dies ist ein Radiometer vom UK Metoffice, das dazu gedacht ist, von einem Flugzeug aus abwärts zu messen. Allerdings hielt die englische Plastikbox dem Wetter in Cabauw nicht stand und so wurde kurzerhand mit Folie, Plastik und Klebeband eine einfache, aber erfolgreiche Reparatur durchgeführt.

Das 2 mm Wolkenradar MIRACLE vom GKSS.

Das 8 mm Wolkenradar vom KNMI.

Hier ist das Leichtgewicht unter den Radargeräten zu sehen: das kompakte und auch kostengünstige 2 mm Radar vom IfT Leipzig, Powrad, das während der Kampagne getestet werden soll.

Strahlungsmessungen

Dieses Heiman Infrarotradiometer (vom KNMI) im Vordergrund misst die Wärmestrahlung, um die Temperatur an der Wolkenbasis und deren Höhe zu bestimmen. Das Ceilometer im Hintergrund funktioniert ähnlich wie ein Radargerät, aber anstelle der Mikrowellenpulse werden hier Lichtpulse genutzt, um die Höhe der Wolkenuntergrenze mit sehr guter Genauigkeit zu erfassen.

Die Universität Dresden erstellt sehr schöne Wolkenbilder mit einer Digitalkamera und einer Fischaugenlinse. Solche bilder werden genutzt, um den Bedeckungsgrad abzuschätzen. Dieser Bedeckungsgrad muss dann mit dem Bedeckungsgrad verglichen werden, den man aus Satellitenmessungen mit einer deutlich gröberen Auflösung erhalten kann. Von disem Bild exisitiert noch eine größere Version (200 kb).

In diesem alten Lieferwagen befindet sich das Lidar des RIVM (Niederlande). Dieses energiestarke Rückstreu - Lidargerät wurde hier als Teil des Plans, in Cabauw einen atmosphärischen Beobachtungsort aufzubauen, plaziert. Dahinter kann man die beiden großen Antennen des transportbalen Radars TARA der Univerität Delft (Niederlande) sehen, das aus dem gleichen Grund Cabauw nun als Standort hat, wenn es nicht an anderen Orten für Projekte gebraucht wird. Selbstverständlich ist dies nur eine Auswahl der Instrumente, die vor Ort zum Einsatz kommen. Hier gibt es noch viele weitere Bilder.

LAndschaftliche Eindrücke

In den Niederlanden hat man wohl die Chance, die schönsten Wolkengebilde der Welt zu entdecken, besonders in den Abendstunden.

Einige schöne Weiden und Störche. Das Messfeld liegt in einer wundervollen Landschaft, die auch das grüne Herz der Niederlande genannt wird. Hauptsächlich wird das Land hier landwirtschaftlich genutzt, besonders für die Viehhaltung, denn das Polderland ist zu feucht für andere Nutzung.


Das Messfeld liegt nahe am Fluss Lek, einem der Arme des Rheins. Hier finden sie noch mehr schöne Landschaftaufnahmen vom Boden aus oder von der Plattform auf dem Turm.

Leute

Im Gebäude am Fusse des Turms arbeiten Markus Quante (GKSS) und Andre van Lammeren (KNMI, Projektleiter CLIWANET).

Wenn man dieses Bild sieht, dann versteht man auch, dass Arbeit Spass machen kann, zumindest wenn man bei der ESA-ESTEC, der Forschungsgruppe der Europäischen Raumfahrt Gesellschaft (ESA), in Noordwijk an der holländischen Küste arbeitet.

Die blonde schwedische Delegation von der Chalmers Universität.

Die holländische Armee hilft auch bei dem Experiment mit: Sie bewacht das Gelände und startet Radiosonden, auch kann das bestimmt als gute Übung betrachtet werden. Hier gibt es noch weitere Bilder von Wissenschaftlern und Technikern, die ganz interessant sind, wenn man die Teilnehmer an der Kampagne kennt oder kennenlernen möchte.